Ein Blog ist wie eine launische Zicke – Man weiß nie woran man ist und was kommt.

Ein Blog ist wie eine launische Zicke – Man weiß nie woran man ist und was kommt.

Juli 30, 2010 21 Von hombertho

Der Juli 2010 geht so langsam und sicher zu Ende und viele werden wieder Ihre Blog-Zahlen und Ihre Einnahmen präsentieren. Bei Peer gab es diesen Monat auch einen interessanten Artikel darüber, ob es überhaupt Sinn macht solche Zahlen zu veröffentlichen. Gerade bei diesen Statistiken bekommt man oft mit, dass ein Blog, der so groß erscheint, dann doch nicht mehr so gut da steht. Der Schein trügt oft und man kann dann auch verstehen, dass ab und zu ein Blogger sagt, dass er keine Lust mehr hat und seinen Blog schließen wird. Dabei muss es nicht einmal ein schlechter Blog sein. Der kann jeden Tag einen interessanten und nützlichen Artikel nach dem anderen veröffentlichen. Aber wenn diese ausser von dem Stammlesern, aber von den Google-Besuchern nie gefunden wird, dann erhält der Artikel vielleicht an dem Tag der veröffentlichen gute Zugriffszahlen. Mit der Zeit gehen dann die Zugriffe gegen null, bis sie dann ganz und gar still und heimlich in den Untiefen des Blog-Archivs verschwindet und in Vergessenheit gerät. Ich habe schon viele Blogs gesehen, denen es so ergangen ist.
Wenn ich mir die Zahlen vom Juli so anschaue, dann entdecke ich viele Artikel, die in den Jahren einfach nicht mehr gelesen werden. Oft natürlich auch zurecht, weil es einfach wirklich keine besonderen Artikel waren. Aber manchmal ist auch ein Artikel dabei, wo es schon irgendwie weh tut. Man hat eine Menge Arbeit und Zeit in die Erstellung gesteckt, um dann am Ende festzustellen, dass nur ein zweistelliger Leserkreis diesen Artikel gelesen hatte. Da stellt man sich die Frage, ob sich der ganze Aufwand überhaupt rentiert? Wieso sich die ganze Mühe machen und Zeit investieren in aufwendige Artikel?

Gerade in diesem Monat zeigte es sich, dass es nicht darauf ankommt, wie viel man bloggt, sondern was man bloggt. Der richtige Riecher und der richtige Artikel sind für Google Besucher und Stammleser tausend mal mehr wert, als umfangreiche Artikel. Dabei muss es auch nicht einmal um Sex gehen. Nur mit Sex alleine steigert man heute auch nicht mehr seinen Traffic. Dafür ist die Konkurrenz einfach zu hoch und es bringt auch nichts Besucher anzulocken, die vielleicht mit der einen Hand in der Hose ganz andere Ziele verfolgt. Klar ist es ein Besucher mehr in der Statistik, aber am Ende bringt dieser Besucher kein Mehrwert. Er wird nicht kommentieren, er wird kein Stammleser und mit ihm lässt sich auch kein Geld verdienen. Vielmehr verscherzt man es sich mit seinen Stammlesern, die nicht lange zögern den Blog abzustrafen. Die Feedreader-Statistik lässt grüßen 😉

Im Juni/Juli hatte ich durch Zufall mal den richtigen Riecher und wurde prompt mit einer Flut Leser und Kommentatoren belohnt. Angefangen hat es mit einem Artikel, der nur dazu gedacht war, um mir mein iPhone 4 schön zu reden und um zuzugeben, dass ich mich nach einem Ausflug zum Android wieder zu dem iPhone bekenne. Weil der Artikel so viel Interesse geweckt und Fragen aufgeworfen hatte, habe ich einen zweiten Artikel zu der Bestellung eines iPhone 4 in England über Borderlinx geschrieben. Schon nach wenigen Tagen hatte ich mit diesem Artikel mehr Traffic, als meine restlichen Artikel in meinem Blog zusammen genommen generiert.

Über 1.000 Kommentare wurden zu den Artikel abgegeben:

Ein Blog ist wie eine launische Zicke - Man weiß nie woran man ist und was kommt.

und ich hatte schon nach dem hundertsten aufgegeben überhaupt noch was darauf zu schreiben. Der Artikel lief von selber und die Moderatoren waren so fleißig, dass damit auch meine aktivsten Leser Zahlen in die Höhe getrieben wurden.

Ein Blog ist wie eine launische Zicke - Man weiß nie woran man ist und was kommt.

Ich habe auch schon mittlerweile den Überblick verloren und schaue mir nur kurz die Kommentare an, ob diese auch in Ordnung gehen. Auch wenn manche Blogs jeden Tag so viele Kommentare haben, war es für mich schon mal was besonderes. Aber man sieht auch, dass viele Kommentare nicht immer ein Segen sein müssen. Oft war man einfach nur hilflos, weil man nicht mehr wusste, wie man die vielen Kommentare verwalten soll.

Bloggen ist und bleibt einfach ein hartes Business. Man kann viel richtig, aber man kann eben auch viel falsch machen. Sobald man eine gewisse Anzahl an Lesern erreicht hat kommt auch nicht nur Lob, sondern der Wind wird härter. Man erreicht auch öfters die Punkte, wo man am liebsten einfach alles hinschmeißen würde. Sei es wenn die Statistik wieder einbricht, oder wenn jemand die Aussage äussert, dass die Qualität doch sehr nachgelassen hat.

Ein Blog ist einfach eine Zicke. Man kann es nicht immer beeinflussen, wie gut er läuft und wie er ankommt. Das kann sich von Tag zu Tag ändern. Aber man hat ihn dann doch ganz lieb und es gibt zum Glück auch viele Leser, die es einem verzeihen, dass man einfach auch mal schlechte Tage hat und nicht immer tolle Artikel veröffentlicht.

Aber diese miesen Tage können einem auch ganz gut die Motivation verderben 🙁

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