Die Intel X25-M 160 GB SATA II SSD in einem Macbook Pro Unibody

Januar 14, 2010 60 Von hombertho

Nachdem ich nun endgültig von der 5400er Festplatte, die ich jetzt schon seit einem Jahr besitze genervt bin und die 7200er Festplatte einfach nicht tauglich war habe ich mir nach langem überlegen doch entschieden eine SSD für mein Macbook Pro Unibody zu kaufen. Da es aber nicht irgend eine SSD sein sollte ist meine Wahl auf die Intel X25-M 160GB gefallen.

Wieso aber gerade die Intel X25-M?

Eine SSD bedeutet nicht gleich schnell. Das ist ein Irrglaube, denn gerade viele günstigere SSD Festplatten sind nicht viel schneller als Festplatten. Nein im Gegenteil. Sogar langsamer. Ich habe sogar SSDs gesehen, die nur 30 MB/s lesen und schreiben können. Wenn man schon viel Geld für eine SSD ausgibt, dann möchte man ja auch was davon haben. Daher unbedingt darauf achten, dass die SSD eine Lese- und Schreibgeschwindigkeit von mindestens 200 MB/s hat. Vor allem die Lesegeschwindigkeit ist besonders wichtig. Es wird ja mehr gelesen als geschrieben.

Die Intel X25-M hat laut technischer Beschreibung eine fantastische Geschwindigkeit von 250 MB/s. Aber nur eine Schreibgeschwindigkeit von 70 MB/s. Da sollte man meinen, dass die SSD doch nichts taugt. Aber seltsamerweise ist die Intel aber immer noch schneller als SSDs anderer Hersteller mit einer Schreibgeschwindigkeit von 200MB/s. Daher sollte man nicht nur den Angaben vom Hersteller blind glauben, sondern lieber vorher ein paar Testberichte lesen. Wieso aber Intel nun die Schreibgeschwindigkeit so niedrig angibt kann ich mir nicht erklären.

Was ist aber nun der Vorteil von einer SSD? Neben dem geringeren Stromverbrauch von 0,15 Watt im Betrieb und der geringen Geräuschentwicklung von 0 dB die fantastischen Zugriffszeiten von nur 65 Mikrosekunden. Natürlich ganz zu schweigen von der hohen Lese-/Schreibrate 🙂

Nachteile hat die SSD aber leider auch. 375 Euro für 160GB sind keine Schnäppchen. Dazu kommt, das 160GB Festplattenplatz auch nicht besonders viel ist. Da muss man schon lernen ein bisschen Ordnung auf der Festplatte zu halten.

Der Einbau und die Vorbereitung

Intel SSD in Macbook Pro

Der Einbau der SSD ist auch nicht anders als bei einer herkömmlichen Festplatte und geht beim Macbook Pro Unibody schnell von der Hand. Da ich die Firmware Version 02HA hatte musste ich auch erst einmal die neue Firmware 02HD einspielen. Der Update Prozess ist aber auch problemlos gemacht. Einfach das ISO herunterladen, auf CD brennen und booten. Dabei ist es auch wurscht ob man ein Linux, Windows oder OS X am laufen hat.

Bei dem Betriebssystem habe ich mich gegen ein klonen meiner bisherigen Festplatte entschieden. Einerseits weil ich 250 GB Daten habe und erst aussortieren muss und zweitens weil ein sauberes neues Betriebssystem nur von Vorteil ist. Das bedeutet aber auch viel Arbeit und man muss sich erst einmal durch den digitalen Datenwust der alten Platte wühlen. Dank des Migrationsassistenten von OS X hat aber die Datenmigration schnell geklappt und ich musste nur ein paar Programme neu installieren. Was mich aber besonders überraschte ist, dass ich nach der Bereinigung echt nur 30 GB an Speicherplatz brauche. Musik und alte Bilder habe ich alle ausgelagert. Da hätte dann sogar die 80 GB Version gereicht. Aber es wird sichelichr nicht lange dauern, bis sich die Platte mit Daten füllt.

Die Platte hält bei einem täglichen Transfervolumen von 20 GB laut Intel 5 Jahre lang. Eine beachtliche Zahl, aber um unnötigen Lese- und Schreibzugriffe zu reduzieren habe ich Ich habe mich entschieden Journaling auf der Festplatte zu deaktivieren. Das geht unter OS X im Diskmanager. Allerdings nur mit einem Trick. Man muss die ALT Taste drücken. Zusätzlich habe ich bei Safari den Cache deaktiviert. Das geht auch nur mit einem Zusatztool wie mit Onyx.

Die SSD im Einsatz

Nachdem nun die Platte verbaut und die Installation abgeschlossen war ging es zum ersten Praxistest 🙂 Wie zu erwarten war, hört man jetzt kein Festplattengeräusch mehr. Das Betriebsystem startet schon mal in guten 40 Sekunden.

Als erstes habe ich gleich mal einen Test der Performance mit Xbench gemacht:

Die Intel X25-M 160 GB SATA II SSD in einem Macbook Pro Unibody

wenn man das nun mit meiner vorherigen Festplatte vergleicht, dann sind das wirklich Wahnsinnswerte

Die Intel X25-M 160 GB SATA II SSD in einem Macbook Pro Unibody

Den Unterschied merkt man auch beim Arbeiten. Programme gehen sofort auf und vieles geht einfach viel flüssiger. Auch das Surfen im Web ist mit der SSD viel schneller geworden. Ganz zu schweigen, dass nun Programm wie Lightroom im Gegensatz zu vorher „fliegen“. Natürlich hätte ich auch nichts dagegen, wenn es noch schneller wäre 🙂

Angeblich werden SSD Festplatten mit der Zeit langsamer. Aber von diesem Problem sind ja auch normale Festplatten betroffen. Wie sich die Platte nun im Langzeittest schlägt kann ich freilich noch nicht sagen, aber ich habe da keine großen Bedenken.

Mein Fazit ist ganz klar

 Eine SSD ist eine feine Sache und wer einmal eine SSD im Notebook hatte wird sie nicht mehr so schnell her geben. Es macht einfach Spass ohne bremsende und nagelnde Festplatte zu arbeiten. Vor allem bei der Bildbearbeitung wo doch sehr viele Daten hin und her geschaufelt werden merkt man schnell den Unterschied zu einer herkömmlichen Festplatte. Der hohe Preis schreckt zwar ab, aber wer Komfort haben möchte, der muss halt einfach mal etwas tiefer in die Tasche greifen. Dafür werden die Nerven geschont und das ist unbezahlbar 🙂

Wer darauf hofft, dass die SSD Festplatten bald günstiger werden, wird schnell enttäuscht. Ich beobachte den Markt schon seit Ende September 2009 und die Preise sind seitdem eher gestiegen als gefallen. Es wird also noch eine Weile dauern, bis SSD im Low Cost Bereich ankommen werden. Wer aber nicht so viel Geld ausgeben will und auch nicht so viele Daten hat, der kann alternativ auch die Intel SSD X25-M Postville 80 GBDie Intel X25-M 160 GB SATA II SSD in einem Macbook Pro Unibody nehmen. Dann muss man nur noch knapp über 200 Euro für den Geschwindigkeitsboost blechen.

Wer Angst wegen der Haltbarkeit hat, der braucht sich bei der Intel X25-M auch keine Gedanken machen. Laut Hersteller hat die SSD eine MTBF von 1.200.000 Stunden, 50.000 On/Off Zyklen und eine minimale Lebenszeit von 5 Jahren bei einem täglichen Datendurchsatz von 20 GB. Eine ordentliche Zahl und in den 5 Jahren wird sich sicherlich auch noch einiges tun. Die kompletten technischen Daten kann man hier in diesem pdf nachlesen.

Für mich ist die SSD optimal und die gesparten Nerven durch den Geschwindigkeitsvorteil machen auch den Mehrpreis schnell wieder wet 🙂

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