Skobbler, die etwas andere Navigationslösung zum kleinen Preis für iPhone und Android

August 24, 2010 11 Von hombertho

Heute gibt es mal eine Premiere auf hombertho.de. Der erste Gastartikel, der jemals auf dieser Webseite veröffentlich wurde. Viel Spaß beim lesen und wer Leon’s Beispiel folgen will kann sich gerne bei mir melden. Dabei ist es egal, ob Blogger, oder nicht 😉

Skobbler, die etwas andere Navigationslösung zum kleinen Preis für iPhone und Android

Da hier in bereits öfters über Navigationslösungen sowohl für Smartphones geschrieben wurde, kann ich es mir nicht verkneifen (in Form eines Gastartikels) noch eine weitere App für Android und iPhone vorzustellen.
Die Online-Navigation skobbler basiert auf Open-Street-Maps und bietet neben Turn-By-Turn-Navigation, einen Fussgänger-Modus, Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie ein Suchsystem für „POI’s (Point of Interest)“, das Qype, oder ähnlichen Diensten nachempfunden ist. Somit bietet skobbler fast alles, was eine Navigationslösung für den gelegentlichen Gebrauch können sollte. Zwar wird für das Speichern von Favoriten u. das Abgeben von Kommentaren ein Account benötigt, wer diese Funktionen nicht nutzen will, kann den Anmeldebildschirm überspringen. (Das war’s dann mit der „sozialen Komponente“ von skobbler. 😉 )
Die Menüs sind schön und übersichtlich gestaltet, lediglich an den Einstellungsmöglichkeiten wurde etwas gespart. So fehlt, im Gegensatz zu anderen Navis, z.b. eine Funktion um Autobahnen zu meiden. Da sich skobbler (zumindest für Android) noch in der Beta-Phase befindet, kann sich in diesem Punkt ja noch einiges tun.
Dafür sind die Optionen zur Suche von Orten umso üppiger gestaltet. So kann man nach verschiedenen Kategorien oder einem Suchbegriff in einem vorgegebenen Umkreis von einem, fünf oder zehn Kilometern suchen. Die dabei erzielten Ergebnisse können sich zwar teilweise nicht mit Qype messen, das liegt aber auch daran, dass skobbler noch etwas unbekannter ist, und somit auch weniger Leute Orte hinzufügen oder mit Bildern oder Kommentaren versehen. Für Letzteres wird auch wieder eine Anmeldung benötigt.
Die Eingabe von Adressen erfolgt ebenfalls ziemlich einfach, dabei kann die Route auch ins Ausland gehen, was sich aber zwecks der hohen Gebühren nicht empfiehlt.

Skobbler, die etwas andere Navigationslösung zum kleinen Preis für iPhone und Android

Wenn das Ziel dann feststeht, plant skobbler die Route durch und es kann losgehen. Leider stürzt skobbler dabei relativ oft ab. Ebenfalls werden bei der Routenplanung keine Verkehrsmeldungen miteingerechnet, sodass es sein kann, dass die frisch geplante Route direkt durch den nächsten Stau verläuft. Wenn die Route dann aber geplant ist, kann sie sich durchaus sehen lassen. Zwar hätte ich als Ortskundiger an manchen Stellen einen einfacheren Weg parat (der nicht über den Parkplatz führt), aber Google Maps schlägt den gleichen Weg vor.
Ausserdem gibt es die Möglichkeit, gewünschte Routenänderungen, etc. über die „Fehler melden“-Funktion, sogar ohne Anmeldung) einzureichen. Open-Street-Maps lässt grüßen!

Ebenfalls positiv fallen die (fast überall verfügbaren) Geschwindigkeitsbegrenzungen, sowie die angenehme Stimme der Navigation auf. Diese zeigt sich manchmal aber etwas zu schweigsam, sodass eine Ausfahrt auf der Autobahn nur auf der Karte erkennbar war, aber nicht angesagt wurde. Eine Aktion, die mein Vertrauen in skobbler nicht gerade gestärkt hat. Zwar berechnet skobbler automatisch eine neue Route, dieser Vorgang dauert aber zwischen 1 Sekunde und 10 Minuten. Eine ziemlich lange Zeit, wenn man überhaupt keine Ahnung hat, wohin man fahren soll.

Noch etwas länger als 10 Minuten hält zum Glück der Akku unter der Verwendung von skobbler. Beim mittlerer Displayhelligkeit sank der Akkustand meines G1, innerhalb von 20 Minuten, um ca. 20%, bei unterster Helligkeit um ca. 10%. Dass bedeutet, dass bei höchster Energiesparstufe der Akku etwas mehr als 2 Stunden durchhält. Natürlich hängen die Werte stark vom Akku des jeweiligen Smartphones ab, mit einem Autoladegerät ist man aber auf Nummer sicher.

Genauso verhält es sich mit dem Datenverbrauch von skobbler. Eine der vielen Datenzähler-Apps aus dem Android-Market zählte mal 6KB, mal 4MB in 20 Minuten. Dabei war die Verwendung von Hintergunddaten ausgeschaltet. Auch hier ist man mit einer Flatrate auf der sicheren Seite.

Fazit

Skobbler, die etwas andere Navigationslösung zum kleinen Preis für iPhone und Android

Vom Ansatz her überzeugt skobbler voll und ganz. Das von Nutzern gepflegte POI-Suchsystem und die Verwendung von Open Street Maps Karten zur Turn-by-Turn-Navigation sind sehr überzeugend gestaltet und funktionell fehlt bis auf die Verkehrsmeldungen eigentlich nichts Gravierendes mehr. Umso gravierender waren für mich die Abstürze bei der Routenplanung,die lange Zeit die manchmal für eine Neuberechnung der Route gebraucht wurde und die fehlende Ansage an der Autobahn ausfahrt. Denn auf das Navi sollte größtenteils Verlass sein.

Auf jeden Fall ist skobbler aber einen Blick wert! Für Nutzer von Android-Smartphones ist dieser (noch) kostenlos, für iPhone-Nutzer kostet er gerade mal 1,59 Euro. Für das iPhone ist skobbler auch schon nciht mehr in der Betaphase, was für Unterschiede es da gibt kann ich, zwecks fehlendem Apfel-Gerät, nicht beurteilen. Vielleicht weiss ja jemand von euch mehr.

(Bildquellen: skobbler und Leon S.)
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