Fotografieren auch bei Regen oder anderen extremen Bedingungen

Fotografieren auch bei Regen oder anderen extremen Bedingungen

Oktober 31, 2010 13 Von hombertho

Wir haben Herbst und das bedeutet, kürzere Tage, mehr Regen als Sonne, nass und kalt… aber das hält mich nicht von der Fotografie ab. In Zeiten wie dieser muss man einfach immer mit schlechtem Wetter rechnen. Das Beste ist, man ist auf alles vorbereitet, aber wie?

In diesem Jahr hatte ich meine Fotoausrüstung bereits extremst auf Nässe und monsumartigen Regen getestet, als ich im Mai für mehrere Wochen nach Afrika reiste. In Zimbabwe besuchte ich unter anderem die Victoriafälle. Auf einer Breite von über 1700 m stürzt der Sambesi River über eine 110 m abfallende Felswand. Damit ist dieser Wasserfall der breiteste einheitlich herabstürzende Wasserfall der Erde und der Anblick war wirklich atemberaubend:

Fotografieren auch bei Regen oder anderen extremen Bedingungen

Kurz nach der Regenzeit führte dieser riesige Strom unglaubliche Wassermassen mit sich. Im Wikipedia-Artikel ist etwas von 10.000 m³/s Wasser die Rede – dazu fehlt mir jedoch die Vorstellungskraft. Der Blick auf diese Naturgewalt, von der anderen Seite dieser Schlucht aus, ist dennoch WOW! Aber, das viele Wasser hatte einen entscheidenden Nachteil – es wird ungeheure Mengen an Sprühnebel bis zu 300 Meter hoch in die Luft geblasen, der als Starkregen wieder zurück kommt:

Fotografieren auch bei Regen oder anderen extremen Bedingungen

Das schöne an den Victoriafälle von der ‚zimbawischen‘ Seite aus ist, dass man diese fast auf die gesamte Breite bewundern kann, nicht aber zu dieser Nach-Regenzeit… zum Größtenteils hörte man lediglich das ununterbrochene donnernde Getöse des Wassers und blickte einfach gegen eine Wand aus Wasser in Form von Nebel… eine Masse, die sich bewegt, als wäre es etwas waberndes… in Form von Wellen, je nach dem von welcher Seite der Wind kam, verformte sich dieser Nebel in Wogen. Dies in einem Foto festzuhalten, war nicht einfach…

Fotografieren auch bei Regen oder anderen extremen Bedingungen

Natürlich dauerte es auch nicht lange und ich musste erfahren, was heißt, teil einer solchen Woge zu sein… ich hatte tatsächlich Probleme zu atmen, so monsumartig stand ich innerhalb von Sekunden im „Regen“. Nicht immer gelang es mir, meine Kamera schnell genug zu schützen, bzw. das Glas der Linse trocken zu halten, was aber dennoch irgendwie zu schöne Effekte führte…

Fotografieren auch bei Regen oder anderen extremen Bedingungen

Aber wie schützt man sich und seine Fotoausrüstung vor solch extremen Bedingungen? Das ist nicht wirklich eine Lösung…

Fotografieren auch bei Regen oder anderen extremen Bedingungen

denn man ist der Feuchtigkeit völlig ausgeliefert. Ich selbst schütze mich gar nicht, was dank der warmen Temperaturen problemlos möglich war. Mit Flipflops, T-Shirt und kurzer Hose wurde ich zwar klatsch-nass, aber egal.

Da ich nicht wusste, was mich erwartete, hatte ich mit meinem Rucksack, einen Kata 3N1-33Fotografieren auch bei Regen oder anderen extremen Bedingungen, samt Fotoausrüstung geschultert. Und auch bei solchen Bedingungen bin ich von diesem Rucksack überzeugt – die Regenschutzhülle hielt dicht, die gesamten 2 Stunden über.

Nun gut, der Rucksack machte mir jetzt nicht so die Sorgen, viel mehr meine Kamera, die ungeschützt über meine Schulter hing.

Wie der eine oder andere Leser weiß, fotografiere ich mit einer Canon 7D. Laut der Beschreibung ist der Body mit einer Abdichtung gegen Staub und Feuchtigkeit versehen und in der Tat, bei leichtem Regen hatte ich noch nie Probleme… aber in einer solchen Situation? Als Linse wählte ich das Canon 24-105mm L Objektiv, das mir den nötigen Spielbereich als Zoom bot und laut Beschreibung ebenfalls mit einer besonders staub- und feuchtigkeitsgeschützten Konstruktion glänzt. Wirklich?

Mit diesen zwei Komponenten stand ich dann quasi mitten drin im Geschehen. Eine Woge von monsumartigem Regen erwischte mich wieder. Zwar versuchte ich die Kamera mit meinem Körper zu schützen, doch das Wasser war aber überall… es schien, als hätte ich sie einmal kurz in eine Wanne mit Wasser gehalten, so tropfte sie. Ich machte mir Sorgen, aber die Technik hielt bis zum Ende tapfer durch. Zurück am Auto rieb ich sofort das Gehäuse und die Linse trocken. Jeder kennt diese Sillicon-Beutelchen, die die Feuchtigkeit aufsaugen sollen? Von diesen Dingern fliegen so einige in meinem Rucksack herum, so dass ich die Kamera erstmal in ihr Fach verstaute.

Warum ich meine Kamera nicht immer wieder in den schützendem Rucksack zurück gelegt habe? Die Luftfeuchtigkeit war so hoch und die Schutzhülle so nass, hatte Sorge um die anderen wasserempfindlicheren Gegenstände innerhalb meiner Tasche.

Aber, auf den Tisch klopf, dieser Ausflug hinterließ keinen bleibenden Schaden an meinem Equipment. Dennoch rate ich vom Nachahmen ab! 😉

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