Ausbildung zum Open Water Diver

Ausbildung zum Open Water Diver

80% aller Urlauber fliegen ans Meer bzw befinden sich in der Nähe eines Sees.

Jedoch haben nur wenige Menschen die Unterwasserwelt in ihrem Urlaub kennengelernt.
Trotz dem ich ein Berliner bin, bin ich ein absolutes Wasserkind. Daher reizte es mich um so mehr, mich näher mit der Materie vertraut zu machen.

Ein Schnupperkurs mit Tauchflasche im Schwimmbad war schnell abgeschlossen. Kurze Zeit später begann ich auch im Urlaub erstmal mit dem schnorcheln. Als ich immer öfter erwähnte, das ich richtig Tauchen lernen möchte, war es irgendwie kein Zufall, das ich zu meinem 30. Geburtstag einen Gutschein für den PADI Open Water Diver auspackten durfte. 😉

Ausbildung zum Open Water Diver

Leider kam nach dem ersten Blättern im Theoriebuch die Ernüchterung.
Lernen, lernen, lernen. Auf 250 Seiten mit 5 Kapiteln.
Da wird sich der ein oder andere auch fragen, und was soll ich da alles lernen? Genau das fragte ich mich zu dem Zeitpunkt auch.

Aber Unterwasserdruck, Gerätebeschreibung und -funktion, Strömungen, Auf- und Abstiegstechniken, Notfallmaßnahmen usw sind eben nicht auf 2 Seiten zu verfassen.

Also habe ich mir die Visitenkarte meines Tauchlehrers geschnappt und die ersten Informationen per Telefon eingeholt. Die Theorie wird komplett durch selbst gesteuertes Lernen verinnerlicht (zumindest bei meiner Tauchschule). Bedeutet man ließt und lernt eigenständig und nach 3/5 des Stoffes durfte ich mich wieder melden. Denn ohne die Grundkenntnisse dauert die Praxis viel zu lang.

Gesagt getan – Regelmäßig auf dem Arbeitsweg gelesen und nach 4 Wochen hatte ich den ersten Termin in der Tauchschule.

Inzwischen kannte ich die Unterschiede zwischen Rissströmung und abfallender Strömung. Ich weiß was ein Tarierjacket, Munddusche und der 5 Punkte Abstieg ist. Und das beste, ich darf nun endlich umsetzen was ich gelernt habe.

Ausbildung zum Open Water Diver

Also ab ins Schwimmbad und auf 4m Tiefe die ersten praktischen Erfahrungen gesammelt:

  • Abstieg und Druckausgleich
  • Oktopus unter Wasser aus dem Mund nehmen und wieder einsetzen
  • Taucherbrille absetzen und wieder mit Luft ausblasen
  • usw

Nach dem zweiten Pooltauchgang ging es dann entlich auch raus in die Natur (bzw sogar 2x). Tauchen im See bei 14° Wassertemperatur. Was für ein Spaß 😉 Dank des (Neopren-) Nassanzugs ging das schon. Aber länger als 1 Stunde hält man das nicht aus.

Ausbildung zum Open Water Diver

Es wurden die gleichen Übungen wie im Pool durchgeführt (4 Tauchgänge à 30min), jedoch eben unter anderen Voraussetzungen. Dank der herbstlichen Jahreszeit und der Gegebenheit, das wir uns in Deutschland und nicht in der Kabrik befinden, sah man dementsprechend wenig.

Die Sichtweise war 2-3m mit vielen Schwebeteilchen.

Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man anstelle 4m (im Pool mit 1a Sicht) auf 8,5m Tiefe geht und dort nur wenige Meter schauen kann. Aber ein paar Fische und die schöne „Dekoration“ für Taucher am Straussee (in Strausberg) hat einem das Tauchen schon angenehmer gemacht.

Nach vielen weiteren Übungen im See durfte ich nach 4 Wochen Theorie und 3 Wochen Praxis mich nun Open Water Diver nennen.
Das erlaubt mir weltweit (alleine) auf eine Tiefe von 18m zu tauchen. Sofern man tiefer gehen möchte oder weitere Erfahrungen sammeln möchte kann man seine Ausbildung um folgende Punkte erweitern:

  • Wracktauchen
  • Tiefseetauchen (bis 60m)
  • Höhlentauchen
  • Unterwasserfotografie
  • Lebensretter
  • Ausbilder

Ende Oktober ging es für mich erstmal in die Flitterwochen nach Jamaika, wo ich ausgiebig meine Erfahrung anwenden konnte. Nur diesmal in warmen Gewässern und mit einer traumhaften Unterwasser Kulisse. 🙂

Ausbildung zum Open Water Diver

Als kleinen Anreiz möchte ich euch aber noch das Kuroshio Sea Aquarium in Japan zeigen. Das zwar nur ein künstliches Aquarium ist (worüber man aus Tierschutzgründen diskutieren kann), trotzdem kann man sehr gut erahnen was man unter Wasser für tolle Tiere erleben kann.

http://vimeo.com/5606758

(Bildquelle: Sebastian Michalke)
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Comments (8)

  1. WOW Walhaie. Und Rochen finde ich total interessant. Klasse Video!
    Dein Bericht liest sich sehr gut, gibt einen Einblick in die „Arbeit vor dem Vergrügen“, wäre neugierig auf Bilder aus Jamaika …
    Tolles Hobby.

  2. Pinkback: 5 User-Blog der Woche: Deine Stimme zählt und Gewinner Onlinelupe.de - WE BLOG IT - Web News, Tipps und Tricks für erfolgreiche Blogger und Selbständige.

  3. Toller Bericht! So ein Aquarium wie in Japan würde ich gerne mal besuchen. Selbst tauchen empfinde ich jetzt ohne es getan zu haben als nicht so interessant für mich.

    Wobei es natürlich sehr gut sein kann, das wenn man erstmal Blut geleckt hat noch viel mehr will. 🙂

  4. Mein Freund hat zum letzten Weihnachten auch einen Gutschein zum schnuppertauchen erhalten und fand es auch ganz toll. Er hat es sich als Hobby jedoch abgelehnt, da es doch nicht ganz billig ist und viel Zeit in Anspruch nimmt. Denn um die Taucherlaubnis zu behalten muss man glaube ich auch regelmäßige Erfahrung nachweisen und dafür immer in trüben Seen zu tauchen, wo man nicht viel sehen kann ist dann wohl niht das tollste.

  5. Das Aquarium in Japan ist ja cool! Klasse Bericht, allerdings schon wieder etwas, was Fernweh auslöst. 😎

    grüße
    ivan

  6. JürgenHugo

    Ei wei – ich hab mit 17 knapp den Frei- und Fahrtenschwimmer geschafft – den Grundschein aber nie. Weil ich nie lang genug tauchen konnte, um das Dingen vom Beckengrund zu holen… 🙂

    In meinen ganzen Spanienurlauben in den 80-gern bin ich 1 (ein) Mal im Meer geschwommen – aber nur, weil ich provoziert wurde, grins! „Du kannst überhaupt nicht schwimmen“ hat ein Paar gesagt, die ich da kennengelernt hatte. Und da hab ich das halt kurz bewiesen.

    Wenn ich heut ins Wasser fallen würde, tät ich bestimmt nich gleich ersau…trinken – aber doll schwimmen kann ich sicher auch nicht. Auf den Rücken legen und gemütlich paddeln, um mich erstmal zu orientieren. Und dann (schnell) laaaangsam ans nächste Ufer. Mit einer Mischung aus Brustschwimmen und Kraulen… Mit 18 hab ich mal den Sohn der Schulfreundin meines Vaters kennengelernt – in der damaligen DDR (mein Vater stammte von da) – das ist der einzigste, der noch deutlich langsamer als ich geschwommen ist…

  7. Hi!

    Seit meinem diesjährigen Urlaub auf Sardinien, mit einer Stunde Schnuppertauschen im Meer, möchte ich auch gerne einen Tauchschein machen. Ich habe das fürs nächste Jahr angepeilt. mal sehn ob ich es auch umsetzen werde.

    Die Unterwasserwelt ist schon sehr faszinierend. Tauchen ist ein recht gefährlicher Sport, deshalb ist eine gute Ausbildung hier das A und O, aber was man dafür zu sehen bekommt sucht seines gleichen.

    Herzlichen Glückwunsch zum Tauchschein 🙂

    Gruß
    Tina

  8. So einen Kram wie SeaLife finde ich jetzt mal ganz ehrlich total ätzen und ich wünsche den Leuten, die sich dort bewerben in eine Glasröhre gesteckt zu werden, die oben offen ist, damit kein Geld für neue Menschen ausgegeben werden muss.. tzzzz. Aber die Unterwasserwelt erkunden wäre mal so richtig geil 🙂 cooles Geburtstagsgeschenk 😎

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