Las Terrenas, oder wovon ich an kalten Herbsttagen träume

Las Terrenas, oder wovon ich an kalten Herbsttagen träume

November 2, 2010 15 Von hombertho

Das Schönste, was das menschliche Auge jemals erblickte.

Dieses Zitat stammt von Christoph Kolumbus und er notierte es nachdem er auf seiner ersten Reise nach Amerika an der Küste der heutigen Dominikanischen Republik anlandete. Über das Zitat kann man diskutieren, aber es ist auf jeden Fall ein wunderschönes Fleckchen Erde.

Ich bin durch persönliche Beziehungen sehr eng mit der Dominikanischen Republik verbunden und habe zwei Jahre lang euphorische Texte für das Fremdenverkehrsamt des Karibikstaates verfasst.  Trotzdem sehe ich das Land nicht unkritisch. Denn durch Massentourismus und unzählige All-inclusive Hotels hat die Dominikanische Republik nicht ganz zu Unrecht den Ruf, das Mallorca der Karibik zu sein. Doch es gibt auch zahlreiche schöne Orte und einer davon ist genauso wie ich mir die Karibik früher in meinen Träumen vorgestellt habe.

Las Terrenas, oder wovon ich an kalten Herbsttagen träume

Las Terrenas liegt im Nordosten der Insel auf der Halbinsel Samana und ist relativ schwer zu erreichen. Vermutlich der Hauptgrund, warum der kleine Strandort bisher noch nicht vom Massentourismus überrollt wurde. Ich erreichte den Ort beim ersten Mal und seitdem immer wieder auf der Ladefläche eines altersschwachen Pick-Ups,  der den Gesetzen der Schwerkraft trotzend mit unglaublicher Geschwindigkeit über die Bergserpentinen in Richtung Meer jagte.

Nachdem sich das Adrenalin gelegt hatte, war ich sofort verzaubert. Las Terrenas besteht eigentlich nur aus einer asphaltierten Straße, die direkt zum Strand führt. Ob links oder rechts, ich konnte mich gar nicht entscheiden. Auf der linken Seite Palmen, strahlendweißer, mit Kokosnüssen dekorierter Sand und ein paar farbenfrohe wenn auch schon etwas lädierte Fischerboote auf dem kristallklaren Wasser soweit das Auge reichte. Und auf der rechten Seite gab es das Gleiche nochmal. Eine gute halbe Stunde Fußmarsch und man hat seine eigene kleine Karibikbucht ganz für sich allein. Manchmal haben wir dort stundenlang keine andere Menschenseele zu Gesicht bekommen.

Dazu noch einige Strandbars und Restaurants, deren Häufigkeit abnimmt, je weiter man sich von der Hauptstraße entfernt. Manche chic, die anderen mit sagen wir mal rustikalem Charme aber immer entspannt. Die Auswahl ist nicht sonderlich groß aber vom exotischen Cocktail bis zum leckeren Abendmenü findet jeder was er sucht. Was würde ich darum geben, dort jetzt sonnenverbrannt auf der Terrasse meines Lieblingsrestaurants einen Mojito zu genießen und dabei aufs Meer zu schauen.

Las Terrenas, oder wovon ich an kalten Herbsttagen träume

Manchmal werden währenddessen die Kühe am Strand vorbeigeführt, aber das macht den Charme erst so richtig aus.

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