Las Terrenas, oder wovon ich an kalten Herbsttagen träume

Las Terrenas, oder wovon ich an kalten Herbsttagen träume

Das Schönste, was das menschliche Auge jemals erblickte.

Dieses Zitat stammt von Christoph Kolumbus und er notierte es nachdem er auf seiner ersten Reise nach Amerika an der Küste der heutigen Dominikanischen Republik anlandete. Über das Zitat kann man diskutieren, aber es ist auf jeden Fall ein wunderschönes Fleckchen Erde.

Ich bin durch persönliche Beziehungen sehr eng mit der Dominikanischen Republik verbunden und habe zwei Jahre lang euphorische Texte für das Fremdenverkehrsamt des Karibikstaates verfasst.  Trotzdem sehe ich das Land nicht unkritisch. Denn durch Massentourismus und unzählige All-inclusive Hotels hat die Dominikanische Republik nicht ganz zu Unrecht den Ruf, das Mallorca der Karibik zu sein. Doch es gibt auch zahlreiche schöne Orte und einer davon ist genauso wie ich mir die Karibik früher in meinen Träumen vorgestellt habe.

Las Terrenas, oder wovon ich an kalten Herbsttagen träume

Las Terrenas liegt im Nordosten der Insel auf der Halbinsel Samana und ist relativ schwer zu erreichen. Vermutlich der Hauptgrund, warum der kleine Strandort bisher noch nicht vom Massentourismus überrollt wurde. Ich erreichte den Ort beim ersten Mal und seitdem immer wieder auf der Ladefläche eines altersschwachen Pick-Ups,  der den Gesetzen der Schwerkraft trotzend mit unglaublicher Geschwindigkeit über die Bergserpentinen in Richtung Meer jagte.

Nachdem sich das Adrenalin gelegt hatte, war ich sofort verzaubert. Las Terrenas besteht eigentlich nur aus einer asphaltierten Straße, die direkt zum Strand führt. Ob links oder rechts, ich konnte mich gar nicht entscheiden. Auf der linken Seite Palmen, strahlendweißer, mit Kokosnüssen dekorierter Sand und ein paar farbenfrohe wenn auch schon etwas lädierte Fischerboote auf dem kristallklaren Wasser soweit das Auge reichte. Und auf der rechten Seite gab es das Gleiche nochmal. Eine gute halbe Stunde Fußmarsch und man hat seine eigene kleine Karibikbucht ganz für sich allein. Manchmal haben wir dort stundenlang keine andere Menschenseele zu Gesicht bekommen.

Dazu noch einige Strandbars und Restaurants, deren Häufigkeit abnimmt, je weiter man sich von der Hauptstraße entfernt. Manche chic, die anderen mit sagen wir mal rustikalem Charme aber immer entspannt. Die Auswahl ist nicht sonderlich groß aber vom exotischen Cocktail bis zum leckeren Abendmenü findet jeder was er sucht. Was würde ich darum geben, dort jetzt sonnenverbrannt auf der Terrasse meines Lieblingsrestaurants einen Mojito zu genießen und dabei aufs Meer zu schauen.

Las Terrenas, oder wovon ich an kalten Herbsttagen träume

Manchmal werden währenddessen die Kühe am Strand vorbeigeführt, aber das macht den Charme erst so richtig aus.

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Comments (15)

  1. Hallo Philipp, Mann o Mann, so einen Artikel zu bringen ist echt nicht fair 🙁
    Scherz…… 😉

    Die Bilder sind traumhaft, der Artikel sehr schön geschrieben und leider macht diese Kombination Lust auf mehr davon. Ich meine, einfach mal so dorthin zu fliegen ist wahrscheinlich wegen der Flugpreise nicht immer so drin, oder? Aber vielleicht hast du ja irgendwo im WWW noch Bilder von diesem traumhaft schönen Ort?!?! DIE würd ich gern sehn 😎

    Grüße
    ivan

  2. Sehr toller Artikel und super schöne Bilder ;D

    Da bekommt man gleich Lust aufs Wegfliegen 😀

  3. Dem kann ich nur zustimmen. Wirklich ein hübsches Fleckchen Erde in der Dominikanischen. Punta Cana und der Osten sind karibisch und der Norden ist landschaftlich sehr schön. Las Terrenas vereint beide Welten und daher nur zu empfehlen.

  4. JürgenHugo

    „Was würde ich darum geben, dort jetzt sonnenverbrannt auf der Terrasse meines Lieblingsrestaurants einen Mojito zu genießen und dabei aufs Meer zu schauen.“

    Tja – DA würd ich gaaanz bestimmt nich sitzen – ich bleib immer schön im Schatten! Und Mojito mag ich schon mal „gaanich“ – aber die hätten sicher auch Käffchen und ´nen Brandy.

    Ich würd auch mal schauen, ob eventuell nette „Frauens“ vorbeikommen – da brauch man ja nich weggucken! 🙂 Obwohl das ja oben nicht explizit erwähnt wird, nehm ich ja einfach mal an, das in Las Terrenas auch Damen ansässig sind. Sonst würd der Ort ja aussterben… 🙂

  5. Denn durch Massentourismus und unzählige All-inclusive Hotels hat die Dominikanische Republik nicht ganz zu Unrecht den Ruf, das Mallorca der Karibik zu sein. Doch es gibt auch zahlreiche schöne Orte und einer davon ist genauso wie ich mir die Karibik früher in meinen Träumen vorgestellt habe.

    Ich fühle mich diskriminiert durch diesen Satz. Meine Frau und ich sind nämlich seit Jahren leidenschaftliche Mallorca-Liebhaber. Dort gibt es übrigens auch zahlreiche schöne Orte. Und Mallorca ist bekanntlich in 2 Stunden erreichbar.

    Trotzdem – schöner Artikel 🙂

  6. @Jürgen: Du denkst gleich wieder an Alkohol und Frauen. Typisch. 🙂

  7. JürgenHugo

    @Horst: mit dem Alkohol hat der liebe Olli ja angefangen – der mag nun mal Mojito. Das is aber nix für mich, deswegen hab ich eine mögliche Alternative genannt. Und die Frauen – auch Blogger müssen iwann einsehen: es gibt sie, und Männer gucken hin… 🙂

  8. Langsam kriegt man vor lauter Fernweh schon Angst diese Seite aufzurufen. Irgendwie kontraproduktiv. 😉 Sehr schöner Artikel mal wieder.

    @JürgenHugo: Ich widerspreche in dem letzten Punkt: Jungs gucken hin, Männer gehen hin. 😛

  9. JürgenHugo

    @Mike: Wenn ich mit so einem fixen Burschen wie dir unterwegs wäre, dann hätt ich doch das „Hingehen“ gar nicht nötig…Du bringst doch locker ZWEI Frauen mit zurück an den Tisch . Du wirfst dich locker in Positur – ich mach einige Hugo-Sprüche…

    Das weitere gibt dann Material für einen neuen Gastartikel: „Hugo und Mike betreiben praktische Völkerverständigung“ – der Querhorst (darf)muss da auch mitlesen.

    PS: warum Hugo und Mike, und nich umgekehrt? „H“ kommt vor „M“, tja. 🙂

    PPS: laufen die Kühe da auch mal ins Meer? Oder dürfen/wollen die nich? Hmm. 🙂

  10. @Ivan
    Natürlich ist das nicht fair, aber ich quäle mich ja genauso selbst. 🙁
    Was Bilder angeht. Gib einfach mal Las Terrenas bei Flickr ein. Aber dann wird das Ganze noch gemeiner, denn da gibt es noch viel schönere Bilder als meine.

    @Jol
    Flieg kleiner Vogel flieg 😉

    @Jürgen Hugo
    Ehrlich gesagt sitze ich dort auch meistens im Schatten. Mein Herz ist zwar karibisch, aber meine Haut eher englisch 😉
    Aber auch wenn Du keinen Mojito magst, würde ich schon ein kaltes Getränk empfehlen.

    @hombertho
    Da habe ich ja Glück, dass Dir der Artikel gefällt. Ich dachte: „Der war sicher eh noch nicht da, da kann er also auch keine Fehler finden.“ 😎

    @Horst Schulte
    Da hast Du was mißverstanden. Mallorca ist toll und wunderschön. War gerade erst dort und werde sicher bald zurückkehren. Es ging mir um den Ruf. Vielleicht hätte ich besser Ballermann geschrieben.

    @Mike
    Sorry 😉

    Gruß
    Fulano

  11. JürgenHugo

    @Fulano:

    Jo – kaltes Getränk: man könnte ja ne große Fanta mit bißchen Eis drin schlürfen – natürlich „nienich“ gemixt. Fanta in einem Glas, der Brandy im anderen. Und Käffchen schadet nie. 🙂

  12. Was ein geiler Strand.

  13. Die Bilder sind echt super geworden.. echt ein Traum, wenn man überlegt, wie es wäre, im durchsichten Wasser zu schwimmen während am Strand die Kühe mit ihren Besitzern ’spazieren‘ gehen.. traumhaft schön. Würde auch gerne mal hin.. einige viele Bekannte von uns waren schon dort, ich leider nur in Gran Canaria (ist ja so ähnlich :thumbsup: :thumbsup:)

  14. Ich lebe seit 5 Jahren in diesem Las Terrenas und es ist jeden Tag wieder traumhaft schön. Nur die hohen Flugpreise und der etwas schwierige Anfahrtsweg verhindern, dass Las Terrenas überlaufen wird.
    Das mit den Kühen ist wohl eigentlich mehr ein witziger Zufall.

    Hier kommt jeder auf seine Kosten. Wer Ruhe will, lässt sich von einem Concho (Motorradtaxi) für 75 Peso (1 Euro 50) an die Playa Bonita fahren: Wer das fröhliche Playaleben geniessen will, geht vielleicht zum Palapa-Beach.
    http://www.youtube.com/watch?v=7wXM9M28688

    Das Playa-Leben ist OK. Mein persönliches Engagement geht ins nahe Haiti http://lasaline.blogspot.com/
    Gruss von HaJo

  15. @Jürgen Hugo
    So gehts natürlich auch. 😉

    @Kalliey
    Jepp!

    @Cedric
    Die Realität ist noch viel schöner. Wünsche Dir, dass Du es irgendwann mal nach dort schaffst.

    @HaJo
    Da deckt sich unsere Einschätzung ja. Die Kühe waren natürlich Zufall. Aber ein schöner, wie ich finde 😉
    Ich weiß gerade gar nicht so recht, ob ich Dich um Deinen Wohnort beneiden soll. Wäre zwar gerne öfter dort, aber permanent wohnen?
    Auf alle Fälle wollte ich Dir noch einmal respekt für Deine Arbeit für Haiti zollen.

    Gruß
    Fulano

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