Minimalismus in Soft- und Hardware

Minimalismus in Soft- und Hardware

November 9, 2010 16 Von hombertho

Ich schuldete Thomas noch einen schönen Gastartikel und wollte mir natürlich ein interessantes Thema aussuchen, welches möglichst gut in den Kontext seines Blogs passt. Also schreibe ich heute einmal etwas über minimalistische Software, die ich so tagtäglich einsetze, und ich glaube, mich da gar nicht allzu sehr von ihm zu unterscheiden 🙂

Zum Surfen verwende ich Chrome, ein Browser, der standardmäßig nicht viel bietet, außer ein sehr reduziertes Interface und einer extrem schnellen Rendering Engine. diesen Text hier schreibe ich in Notational Velocity, einem Texteditor, der nicht einmal simple Formatierung beherrscht, mir aber genau das bietet, was ich im Moment brauche. Generell versuche ich auch sehr viel auf das Web auszulagern, um möglichst unabhängig von der aktuell verwendeten Plattform zu bleiben. Meine Mails rufe ich über das Webinterface von Gmail ab, Feedreader ist bei mir schon immer der Googlereader und mit Hilfe von Instapaper lagere ich längere Artikel zum später lesen aus. Häufig genutzte Dokumente synchronisiert bei mir der unverzichtbare Dienst Dropbox.

Viel mehr nutze ich über den Tag verteilt eigentlich nicht, außer eben für ganz spezielle Anwendungsfälle, die ich hier mal außen vor lasse.

Minimalismus in Soft- und Hardware

vor ein paar Jahren noch, habe ich mein System bis ins letzte Detail anpassen wollen. angefangen von zusätzlichen Programmstartern, über alternative Themes, bis hin zu etlichen praktischen Zusatztools und Widgets. Das mag zwar alles recht schön aussehen, aber im Grunde steigert all das keineswegs die Produktivität. Ganz im Gegenteil, denn je komplexer ich mir mein System gestalte, und das bezieht sich nicht allein auf Software, desto anfälliger und schlechter reproduzierbar ist dieses auch.

Auf der Hardwareseite setze ich mittlerweile recht schlanke und vor allem möglichst geräuscharme Lösungen ein. Große Daten wie Filme, Musik oder Backups landen auf meinen Server, wodurch ich auf Desktop und Notebook natürlich erheblich Platz spare und auch der Betrieb mit einer kleinen SSD sehr gut möglich ist.

Minimalismus in Soft- und Hardware

Bewusst darauf geachtet habe ich eigentlich erst, seitdem ich auf das geniale Blog onethingwell gestoßen bin, welches ich auch recht häufig in meinen Artikeln verlinke und vieles meiner täglichen Arbeit inspiriert. Wer etwas genauer hinsieht, stößt sogar auf eine ganze Bewegung von Blogs und Softwareentwicklern, die genau diesen minimalistischen Ansatz verfolgen.

schöne Beispiele sind z.B. folgende Seiten:

Sicherlich auch einer der Gründe, warum ich mittlerweile meine meiste Arbeit an einem MacBook und unterwegs mit iPhone erledige, da sich das eben erwähnte hier meiner Meinung nach am ehesten wiederspiegelt. Ich würde aber sicherlich nicht täglich über Windows und Linux Software schreiben, wenn ich den beiden System nichts mehr abgewinnen könnte 😉

Natürlich spreche ich hier aus der Sicht eines Nutzers, der 90% seiner Zeit im Web verbringt und diesen reduzierten Ansatz sehr leicht umsetzen kann. Aber auch für andere Bereiche sollte diese Philosophie gut zu realisieren sein. Ich denke das ist ein ganz schönes Thema um eine kleine Diskussion anzustoßen. Könnt ihr euch damit Identifizieren? Habt ihr einmal bewusst darauf geachtet, welche Soft- und Hardware ihr wirklich braucht und was vielleicht nur überflüssiger Ballast ist?

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