Ein Tag im Internet: Zahlen und Fakten über das digitale Netz

Ein Tag ohne Internet ist für mich fast mittlerweile zu einer Horrorvorstellung geworden. Man ist ständig irgendwie online und hat sich an den Zustand auch schon gewöhnt. Ich war schon etwas hippelig, als vor ein paar Tagen ständig die Internet-Verbindung ausgefallen ist und ich sozusagen von der Aussenwelt abgeschnitten war. Keine Möglichkeit auf meinem Blog zu gehen bzw mit anderen online zu kommunizieren.
Aber irgendwie auch etwas beängstigend. Ich kann mich auch noch gut an die Zeit erinnern, als man noch für jede Minute im Internet Geld zahlen musste und ich habe auch die Zeit erlebt, als Internet für Privatpersonen noch unbezahlbar war.

Das nicht nur ich mittlerweile sehr viel das Internet nutze zeigen folgenden beeindruckende Zahlen

A Day in the Internet
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Es werden jeden Tag 210 Milliarden Emails versendet. So viele geschriebene Briefe werden nicht einmal jährlich in den Vereinigten Staaten verschickt. Ich möchte aber gar nicht Wissen, wie viel Spam dabei ist. Da könnte man mindestens die Hälfte der Mails abziehen.

Jeden Tag werden 3 Millionen Bilder auf Flickr hoch geladen. Das würde reichen um ein Fotoalbum mit 375.00 Seiten zu füllen. Also wenn das kein immenser Markt für alle Dienstleister von Fotobüchern ist. Ich lade zwar nicht so viele Bilder hoch, aber wenn du mich auf Flickr adden möchtest, dann kannst du das hier tun 😉

Was mich aber besonders überrascht ist, dass sogar 43.339.547 GB an Daten zwischen Handys verschickt werden und das man damit 63,9 Trillionen 3,5 Zoll Disketten füllen könnte. Da braucht man wirklich eine große Schrankwand um diese alle zu lagern.

700.000 neue Facebook User jeden Tag, da frage ich mich, wie viele jetzt mittlerweile überhaupt diesen Dienst schon nutzen? Wenn du bereits auf Facebook registriert bist, dann kannst du mich hier als Freund hinzufügen, wenn du magst 😉

Da klingen die 5 Millionen Tweets ja fast noch lächerlich. Wobei ich da nur einen kleinen Teil dazu beitrage. Wenn du mir aber auf Twitter folgen möchtest, dann geht es hier zu meinem Profil.

Wir Blogger sind aber auch sehr fleißig und schreiben jeden Tag 900.00 neue Artikel, was reichen würde im die New York Times für 19 Jahre zu füllen. Also wer braucht da noch eine Zeitung. Man braucht nur einen RSS Reader um immer auf dem laufenden zu bleiben. Wer mich noch nicht im Feed Reader hat kann mich hier abonnieren 🙂

Die Zahlen klingen alle wirklich sehr beeindruckend, aber es ist nur ein ganz normaler Tag im Internet und die Informationsflut wird auch noch weiter steigen. In dieser Auflistung fehlen aber noch die täglichen Downloads, wie viel Musik herunter geladen wird und was man sonst noch so alles im Netz macht.

Vielleicht gibt es davon ja mal eine Fortsetzung 🙂

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Comments (13)

  1. Sind schon wirklich beeindruckende Zahlen! Man kann sich schon kaum mehr an die selige Zeit erinnern, als man mit einem Rechner nur offline arbeiten konnte… Aber einmal muss ich doch klugscheissen: 210 billion sind im deutschen 210 Milliarden… 😉

  2. Ja da hast du schon irgend wie Recht. Ein Leben ohne Internet ist wirklich unvorstellbar. Ich war letztens bei meiner Oma. Sie ist 85. Sie fragte mich: „Sag mal, was habt Ihr immer mit dem Internet?“. Das hat mir wieder bestätigt, dass es natürlich auch ohne geht. Aber man ist schon ein wenig erleichtert, wenn man den Zugang hat. Es ist auch oft so dass ich wenn ich Zuhause bin, nicht weiß was ich machen soll im Internet. Ist dann aber mal eine Störung in der Leitung fallen mir 100 Dinge ein. Ist schon irgend wie komisch 🙂

  3. hombertho

    @Schultzie: Danke erst einmal für den Hinweis. Habe es natürlich gleich mal ausgebessert 🙂 Ob die Zeit wirklich so selig war? Auf jeden Fall hatte man auch keine Probleme mit Backdoors und Hackerangriffen 😀

    @Dominik: Gegen Störungen habe ich zum Glück ja noch mein Handy. Aber damit zu surfen ist aber nicht wirklich toll. Ich glaube diese Situation, dass ich nicht weiß, was ich im Netz machen soll wird glaube ich nie eintreffen. Bei mir ist es eher im Gegenteil, dass ich gar nicht mehr hinter her komme. Auch beim Blog nicht mehr. Aber ab und zu ist so eine Zwangspause auch ganz gut und man merkt auch wieder, dass es eigentlich auch ohne Internet geht 😀

  4. Beachtliche Zahlen, aber auch irgendwie erschreckend. Ein Leben ohne Internet ist natürlich möglich, aber das will man ja eigentlich gar nicht mehr xD

  5. Und jetzt denkt mal daran: Das Internet wird ab morgen für 1 Woche abgeschaltet.

    Das wäre undenkbar.. erstaunliche Zahlen, was das Internet so schafft. Interessanter wäre es vielleicht sogar, wenn man die Zahlen von mehreren Jahren ansehen könnte. Heute und vor 10 Jahren.. der steigende Prozentsatz.. hui, da will ich gar nicht dran denken! 😀

  6. hombertho

    @Daniel: Leider möchte man auf nichts mehr verzichten, was man schon gewöhnt ist. Genauso würde es mir mit meinem Blog gehen. Den kann ich ja auch nur hegen und pflegen, wenn ich online bin und wenn es kein Internet mehr geben würde, dann hätte ich auch keine Leser 🙁

    @Chriz: Bring mal hier keinen auf dumme Ideen 😉 Leider birgt diese Abhängigkeit auch Gefahren und leider ist das Internet nicht auch nur gut, sondern es gibt eine Menge Dreck und Schmutz, der das Web verseucht. Man müsste eigentlich auch mal ausmisten und viel Mist aus dem Netz löschen. Vor allem die ganzen toten Webseiten.

  7. Es werden jeden Tag 210 Milliarden Emails versendet.

    Krass, wa? Und ich hab das Gefühl dass ich ein Drittel davon bekomme! Lauter Viagra, Geschäftsideen und ne geschätzte halbe Millionen an Casino Boni pro Tag .. Zudem gewoinne ich auch täglich rund 10 Millionen bei irgendwelchen Lotterien .. ^^

    Dmn Spam!

  8. @Hombertho: Bei deiner Schätzung von mehr als 50 % Spam im Bezug auf die Mails bist du aber mehr als optimistisch
    T-Mobile schreibt zum Beispiel, dass der Spam-Anteil von Geschäftsmails gesunken ist; auf 90% (erstes Quartal 2009)
    Viruslist.com bietet hier einen sehr interessanten Text, gespickt von einigen Graphiken und Statistiken.

  9. Und trotzdem gibt es noch Leute (auch in meinem Umfeld) die sich dem Internet verschliessen. „An den Computer geht nur mein Mann“ „ich kenn mich damit nicht aus…“ !! Und das sind Frauen in meinem Alter, die verlieren doch in den nächsten Jahren komplett den Anschluss. Ich finde, das ist so, als wenn jemand unbedingt mit seiner Pferdekutsche fahren will, weil er von modernen Fortbewegungsmitteln nichts hält. Irgendwann geht das dann einfach nicht mehr…. 🙁

  10. Wenn man sich überlegt, das mein Handy heute eine bessere Rechenleistung hat, als die Computer bei der ersten Mondlandung, wundert mich nichts mehr. Und ich habe kein besonders tolles Handy 😉
    Gruß
    Fulano

  11. hombertho

    @Sebastian: Ja auf diese Mails könnte ich wirklich verzichten und ich frage mich wo eigentlich der Nutzen ist und ob da überhaupt schon mal jemand bestellt hat? Ich bleibe von den Mails zum Glück verschont weil ich einen guten Viren- und Spamscanner habe. Aber ab und zu kommt doch mal so eine lästige Mail durch.

    @Tarik: Okay, diese Zahl schockt mich jetzt schon ein bisschen. 90% an Bandbreite könnte man sich sparen. Ganz zu schweigen von dem wirtschaftlichen Schaden (Arbeitszeit und eventuell Ausfall wegen Viren).

    @Miki: Also ich muss sagen da ist mein Opa komplett anders. Er ist jetzt fast 83 Jahre alt und bewegt sich im Internet und hat einen Computer. Er hat sich auch extra jetzt noch ein Laptop gekauft falls er mal ans Bett gefesselt sein sollte, damit er immer noch weiterhin ins Netz kann. Aber nicht jeder ist so. Es kommt halt drauf an mit was man aufgewachsen und wie man es gewöhnt ist. Uns wird es bestimmt auch irgendwann so gehen 😉

    @Fulanos Worte: Lol, wann ist denn deine Mondlandung geplant 😉 Ja es ist wirklich verrückt. Wie schnell sich die Technik entwickelt. ein Handy Iphone hat auch schon mehr Power als ein Computer, den ich vor 10 Jahren hatte. Man bekommt es auch nicht so mit, weil man mit der Technik ja älter wird.

  12. 3 Millionen Bilder alleine zu flickr?!
    Das ist imposant…
    Was den Spam betrifft: Ich habe ja meinen eigenen Server und filtere selbst mit diversen Methoden. Unterm Strich komme ich tagtäglich auf eine Spamquote von 90% …

  13. hombertho

    @Marc: 3 Millionen klingt vielleicht viel, aber wenn man bedenkt, dass der Dienst mehrere Millionen Mitglieder hat, dann ist das nicht mehr so viel.
    Das mit dem Spam ist wirklich traurig. Wir könnten wahrscheinlich alleine hunderte von Servern abschalten, wenn es diesen nicht mehr geben würde. Aber das SMTP Protokoll ist schon etwas betagt und sollte auch mal erweitert und verbessert werden, damit der SPAM nicht mehr so leicht verschickt werden kann.

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