Was das Web alles über dich weiß ist schon irgendwie erschreckend

Februar 20, 2010 26 Von hombertho

Sobald man sich im Netz bewegt hinterlässt man spuren. Das sollte jedem User bekannt sein. Aber leider kann man nicht gezielt steuern, wie diese Spuren verteilt werden. Ein Foto, dass zum Beispiel auf Flickr oder Facebook eingestellt wird kann schnell wieder unter einem anderen Dienst gefunden werden. Je peinlicher oder freizügiger das Foto ist, umso schneller verbreitet es sich. Als Faustregel kann man sagen, dass alles was einmal ins Netz gesetzt wurde  nicht mehr Rückgängig gemacht werden kann. Das Netz vergißt nie und die Verbreitung ist rasant.
Selbst diesen Post werde ich nie mehr löschen können, falls er mir nicht mehr  gefällt. Google hat ihn bereits im Cache und die Seite Indixiert und meine Stammleser (Feedreader) haben den Artikel auch schon lokal auf ihrer Platte. Da kann ich machen was ich will. Widerstand ist da einfach zwecklos. Diese Tatsache kann zu einem problem werden, wenn man gegen Urheberrechte verstossen hat. Gerade als frisch gebackener Blogger sollte man der Gefahr bewußt sein. Hier gilt auch bei persönlichen Dingen, lieber etwas mehr Selbstzensur, als zu wenig.

Wer mal Wissen möchte, was über einem so im Netz herumschwirrt kann google fragen, oder was ich noch besser finde die Personen-Suchmaschine yasni.

So findet man unter meinem Namen 133 Suchergebnisse:

Was das Web alles über dich weiß ist schon irgendwie erschreckend

Da sind Soziale Netzwerke mit drin, Blogs, Shops und so weiter. Also mehr Informationen, als einem lieb ist. Was aber noch beunruhigender ist, dass mindestens noch 3 andere Personen in der Auflistung den gleichen Vor und Nachnamen haben wie ich.

Ich bin zum Beispiel gar nicht bei StayFriends angemeldet, habe noch nie Bücher geschrieben, noch bin ein Staatsanwalt.  So kann es schnell zu bösen Verwechslungen kommen.

Die Suchmaschine 123People bietet einen ähnlichen Dienst an. Aber hier sind die Suchergebnisse noch viel ungenauer. Ich habe viel gefunden, was überhaupt nichts mit mir zu tun hat. Vor allem die Bildersuche war sehr chaotisch.

Ich finde solche Personensuchmaschinen mehr als überflüssig. Einen richtigen Nutzen haben diese Dienste nicht wirklich. Im Grunde sind es nur weitere Datenschleudern, die Informationen aus dem Netz zusammentragen, weiter verteilen und den Google Index mit Suchergebnissen zumüllt.

Leider kann man aber auch nicht so wirklich was dagegen tun.

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