Projekt Media-PC 2011: Erste Gedanken und ein kleiner Rückblick

Projekt Media-PC 2011: Erste Gedanken und ein kleiner Rückblick

Januar 9, 2011 31 Von hombertho

Ich habe mir für 2011 ein neues Projekt vorgenommen – Ich möchte wieder einen Media-PC bauen. Der Grund ist ganz einfach. Das aktuelle Angebot an fertigen Lösungen für das Wohnzimmer überzeugen mich nicht wirklich. Mit Apple TV 2 hat zwar Apple eine nette Streaming-Lösung heraus gebracht, die klein, schick und stromsparend ist. Aber selbst mit dem zukünftigen Jailbreaks wird man damit wohl kein Full HD zum laufen bekommen. Außerdem werde ich immer wieder auf externe Speicherlösungen angewiesen sein. So kommt man schnell auch in Preisregionen, wo ein Media PC billiger ist und deutlich mehr leisten kann.

Da ich mit den kommerziellen Lösungen für meine Anforderungen bis jetzt nicht sehr zufrieden war und auch nichts passendes gefunden hatte, habe ich den Entschluss gefasst das Media-PC 2011 Projekt zu starten.

Folgende Ziele habe ich mir gesteckt:

  • Der HTPC sollte schick sein
  • Stromsparend und leise
  • Einfache Bedienung und Konfiguration
  • Mit dem iPhone und Computer zu bedienen
  • Als Netzwerkspeicher und als Backup Volume dienen
  • Natürlich in einem angemessenen preislichen Rahmen sein
  • Der HAF (Hausfrauenakzeptanzfaktor) muss hoch sein
  • DVB-S2 und auch Blu-Ray Player
  • Einfach ein Wunderwerk im Wohnzimmer 🙂

Was bisher geschah

Die Idee einen Media PC (HTPC) zu bauen ist bei mir ja nicht ganz so neu. Ich hatte schon 2004 die ersten Ideen dazu. Damals hatte ich aber noch etwas andere Anforderungen. Er sollte nicht nur ein reiner Media PC sein, sondern auch 24/7 Server. Da war es auch besonders wichtig stromsparende Komponenten zu verbauen. Leider hatte man zu dieser Zeit aber nicht die große Auswahl an stromsparenden CPU’s und so musste man auch immer einen Kompromiss in Sachen Leistung machen.

Es gab zur damaligen Zeit auch noch kein HDMI oder Fernseher mit VGA Anschluss. Man musste sich entweder mit Video oder S-Video begnügen. Da war die Grafikqualität aber mehr als mies. Ich hatte mir sogar mal einen Adapter VGA auf Scart zusammen gebastelt. Damit konnte man eine sehr gute Bildqualität erreichen. Aber dazu musste man auch einiges löten und im X Server konfigurieren. Eine falsche Einstellung und man konnte den Fernseher grillen.

Informationen und Hilfe zum Bau eines Media PC gab es auch nur vereinzelt im Internet. Nur Nerds hatten sich dem Thema gewidmet 😎

Leider hatte ich damals nicht so viele Bilder gemacht und ein paar sind im Datengrab verschwunden. Aber ein paar Perlen habe ich dann doch noch ausgegraben und so kann ich euch einige Projekte von 2004 – 2007 vorstellen. Es gab aber weitaus mehrere Versionen. Ich glaube am Ende waren es sechs oder sieben.

Meine ersten Gehversuche 2004 hatten dann so ausgesehen:

Projekt Media-PC 2011: Erste Gedanken und ein kleiner Rückblick

Man kann in der rechten Ecke sehr gut HTPC im Rohzustand sehen. Das Gehäuse in der rechten unteren Ecke war weniger spektakulär 😉

Es hat auch nicht lange gedauert, bis ich mir einen Asus Pundit gekauft hatte. Das war das beste HTPC Gehäuse, dass es zu seiner Zeit gab. Allerdings hatte es sehr große Probleme mit der Wärmeableitung. Auch die Lüfter waren nicht sehr leise und die Videoqualität von dem S-Video Anschluss nicht wirklich der Rede Wert.

Daher bin ich dann Mitte 2005 wieder auf ein größeres Modell umgestiegen:

Projekt Media-PC 2011: Erste Gedanken und ein kleiner Rückblick

Damit der PC besonders leise wurde habe ich ihn mit Dämmmatten ausgestattet und hatte mir eine teure Karte mit Lüftersteuerung zugelegt. Aber so wirklich zufrieden war ich mit der Lösung auch nicht und es gab auch öfters mal Probleme. So bin ich dann damals auch erst bei der D-Box2 hängen geblieben und hatte eine Weile dann das Media PC Projekt aufgegeben.

Anfang 2007 hat es mir dann mal in den Fingern gekribbelt und ich wollte mal was ganz blödes machen. Ich hatte die Idee mir ein Notebook zu kaufen, dass ein kaputtes Display hat und dann den Rechner in einer DVD Gehäuse einzubauen. Immerhin war das Notebook ja leise und auch stromsparend.

Projekt Media-PC 2011: Erste Gedanken und ein kleiner Rückblick

Das hätte vielleicht auch was werden können. Da ich zu der Zeit auch schon einen Beamer mit VGA Anschluss hatte. Aber es gab ein großes Problem, dass daran schuld war, dass letztendlich aus dem Projekt nichts geworden ist. Ich kannte das Bios Passwort nicht und die mir das Notebook verkauft hatte auch nicht. Leider konnte ich das Passwort mit verschiedenen Methoden nicht entschlüsseln und so ist das Board dann irgendwann wieder bei ebay gelandet. Natürlich hatte ich den Mangel mit dem Passwort angegeben 😉

Am Ende bin ich dann bei meiner D-Box 2 geblieben und habe dann irgendwann 2008 zum Kathrein UFS-910 gewechselt.

Den letzten Media PC den ich noch vor ein paar Monaten hatte war ein Mac Mini:

Projekt Media-PC 2011: Erste Gedanken und ein kleiner Rückblick

Optisch und technisch Top. Aber auch nicht genau das was ich gesucht hatte. Vor allem preislich gesehen. Da kommt man schnell in Preisregionen von 1000 Euro. Was mich besonders gestört hat ist die Tatsache, dass man zwar ein Blu Ray Laufwerk nachrüsten kann, aber am Ende dann doch nur ein paar freie ohne Kopierschutz abspielen kann. Das zweite war der begrenzte Speicherplatz. Man kann sich zwar Notebook Festplatten mit 1 TB kaufen, aber das würde nie reichen. Ich brauche schon alleine für meine Bilder, Backup und auch meine Musik in unkomprimierter Form 2-3 TB. Also muss man dann schon wieder mit externen Speicherlösungen basteln.

Alles wird besser

Nachdem ich eigentlich durch die Erfahrungen recht genervt war sollte man meinen, dass ich keine Lust mehr auf einen Multimedia PC habe. Aber die Tatsache, dass es auf dem Markt keine vernünftiges Endprodukte gibt und das sich auch mittlerweile viel auf dem HTPC Sektor getan hat, war daran schuld, dass ich es noch einmal versuchen möchte. Diesmal wird auch alles besser – Hoffentlich 😀

Die Komponenten sind auch schon alle bestellt und teilweise angekommen.

Projekt Media-PC 2011: Erste Gedanken und ein kleiner Rückblick

Ja und es ist wirklich so groß, wie es aussieht 😉

Ich möchte euch dann in den kommenden Tagen, Wochen, oder Monaten euch ab und zu davon was Vorstellen. Euch erzählen, was und vor allem wieso ich mich für die einzelnen Komponenten entschieden hatte.

Natürlich möchte ich auch von meinen Erfahrungen und Missgeschicken berichten 🙂

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