Die Sache mit den Netbooks und wieso ich davon nicht wirklich überzeugt bin

Oktober 4, 2010 20 Von hombertho

Als 2008 die Netbooks so richtig Populär wurden, wollte ich erst ein MSI Wind kaufen. Wegen den Lieferschwierigkeiten bin ich dann aber beim Acer One 150 gelandet. Seitdem sind nun ein paar Jahre vergangen und ich hatte weitere Netbooks, wie das HP Mini 2133 und das Dell Mini 12.

Aber so richtig glücklich war ich mit keinem. Netbooks sollen billig sein und das merkt man leider auch an der Verarbeitung und an der Ausstattung. Ergonomie ist sowieso ein Fremdwort und auch die Displays sind glossy und  bei Sonenlicht sieht man fast nichts mehr. Das war auch immer wieder der Grund, wieso ich mich auch schnell wieder von den Geräten getrennt hatte.

Nun war ich wieder mal auf der Suche nach einem kleinen Notebook, da ich nicht immer mein 17 Zoll Macbook Pro mitnehmen kann und will. Aufgrund den schlechten Erfahrungen mit Netbooks habe ich mich diesmal bei den Subnotebooks umgeschaut.

Ich war überrascht wie groß die Auswahl an guten Subnotebooks ist, die sowohl von der Leistung und auch von dem Preis durchaus eine interessante Alternative zu Netbooks sind.

Am Ende bin ich dann beim Dell D420 für nicht einmal 175 Euro gelandet.

Die Sache mit den Netbooks und wieso ich davon nicht wirklich überzeugt bin

Für sein Geld bekommt man folgende Ausstattung, die sich wirklich sehen lassen kann:

  • Intel® CoreTM Duo Prozessor U2500 (1,20 GHz)
  • 945 GMS (533 MHz Front Side Bus) mit Intel® Onboard-Grafik
  • 1 GB DDR2 RAM (max 2,5 GB)
  • Breit-Display 12,1” WXGA (1280 x 800) UltraSharpTM
  • Intel® Graphics Media Accelerator 950 (bis zu 224 MB Shared1 Memory)
  • 60 GB 1,8 Zoll Festplatte
  • Primärer Li-Ionen-Akku (6 Zellen/42 Wh) mit ExpressChargeTM
  • WLAN, Bluetooth, SD-Card, PCMCIA, Firewire
  • Höhe: 25,4 mm, Breite: 295 mm, Tiefe: 209,8 mm
  • Wiegt ungefähr 1,4 Kg

Der Dell D420 ist auch sehr Anschlussfreudig:

Die Sache mit den Netbooks und wieso ich davon nicht wirklich überzeugt bin

Es fehlt zwar ein HDMI, oder DVI Ausgang, aber das ist zu verschmerzen.

Einen Ausführlichen Test spare ich mir, da das Notebook schon bei Notebookcheck auf Herz und Nieren geprüft wurde.

Was gefällt mir besonders

Für den günstigen Preis bekommt man einiges geboten. Das Display hat zwar keine LED Hintergrundbeleuchtung, aber ist trotzdem recht gut und vor allem auch bei Sonnenlicht einigermaßen tauglich. Mit dem Display von einem Macbook Pro kommt es zwar nicht an, aber das wäre auch ein unverhältnismäßiger Vergleich.

Die Verarbeitung des Gehäuses und der Tastatur ist sehr gut. Da wackelt nichts und es gibt auch keine Scharfkantigen Ecken. So macht Arbeiten Spaß und so soll es auch sein. Designtechnisch könnte es allerdings noch ein bisschen hübscher sein. Es ist relativ leicht und kompakt. Man hat es schnell unter den Arm geklemmt und es stört nicht wirklich.

Mit 2,5 GB maximaler Speicher, denn ich jetzt auch aufgerüstet habe kommt man mit Windows 7 gut zurecht. Speicherhungrige Anwendungen wird man auch nicht ausführen. Das ist ja kein Arbeitstier 🙂

Der Akku mit 42 Wh ist relativ stark. 3 1/2 Stunden hat man damit ohne Steckdose Strim . Es ist zwar nicht überragend und das können andere Netbooks besser, aber es ist ausreichend.

Der Lüfter ist sehr leise und wird kaum laut. Auch die Festplatte ist kaum hörbar.

Der Dell ist sehr Anschlußfreudig und läßt keine Wünsche offen. HDMI und DVI vermisse ich nicht wirklich.

Ein Integrierter SIM-Slot, der mithilfe einer UMTS Mini PCI Karte genutzt werden kann. Diese Karte gibt es ungefähr für 50 Euro zu kaufen.

Was hat mir nicht gefallen

Die Festplatte mit 4.200 Umdrehungen ist sehr lahm. Da macht das Starten von Windows 7 gar keinen Spaß. Ich werde die Platte wohl noch durch eine SSD ersetzen. Damit sollte dann das kein Problem mehr sein. Allerdings gibt es noch den Nachteil, dass nur ZIF Platten eingebaut werden können. Ein alter Standardanschluss, der nicht besonders schnell ist und die Platten auch nicht besonders günstig sind.

Es gibt nur einen Mono Lautsprecher. Ich frage mich was die Ingeneure sich dabei gedacht hatten. Ein zweiter hätte nicht weh getan. Natürlich gibt es aber einen Stereo-Kopfhöreranschluss.

Mein Fazit

Die Sache mit den Netbooks und wieso ich davon nicht wirklich überzeugt bin

Ich bin mit der Entscheidung sehr zufrieden. Der Dell D420 ist eine günstige Netbook Alternative, ohne das man auf eine gewisse Qualität und Ausstattung verzichten muss. Es gibt zwar auch gute Netbooks, wie z.B. das Asus Eee PC 1201HA 30,7 cm (12,1 Zoll) Netbook (Intel Atom Z520 1.3GHz, 2GB RAM, 250GB HDD, Win 7 HP) silber, aber dass kostet auch fast das dreifache und war mir dann doch etwas zu teuer.

Sollte das neue Macbook Air im Preissegment von 500 Euro liegen, dann werde ich mich vielleicht wieder von dem Dell 420 trennen. Da dies aber mehr als unwahrscheinlich ist, werde ich das D420 noch weiterhin behalten und ist somit eine absolute Kaufempfehlung. Meinen Kollegen konnte ich auch überzeugen und er ist mit der Entscheidung auch mehr als zufrieden 😎

Wenn die SSD verbaut ist, dann gibt es auch nur noch den Mono Lautsprecher zu bemängeln. Das finde ich leider als Musikfan besonders bitter.

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