Der intelligente GPS Logger i-gotU GT-600 im Praxistest

März 27, 2010 11 Von hombertho

Vor ein paar Monaten hatte ich einen Bericht über den kompakten GPS Logger i-gotU GT-120 geschrieben. Nun gibt es ein neues Modell von i-gotU mit dem Namen i-gotU GT-600. Diesen habe ich freundlicher Weise zur Verfügung gestellt bekommen und einen Praxistest unterzogen.
Was sofort beim auspacken auffällt ist die Größe. Der i-gotU GT-600 ist nicht mehr ganz so kompakt wie der i-gotU GT-120. Aber die Abmessungen sind immer noch sehr gering und der i-gotU GT-600 passt immer noch locker in eine Hosentasche rein. Wer es lieber an den Arm oder Rucksack befestigen möchte kann dies mit dem mitgelieferten Klettband tun.

i-gotU GT-600-2

Was mir als nächstes auffällt ist der Schriftzug 64M. Ja der i-gotU GT-600 hat einen größeren Speicher bekommen und damit ist es nun möglich über 262.000 Wegepunkte aufzuzeichnen. Der i-gotU GT-120 hatte im Gegensatz dazu lediglich 16M Speicher. Somit stehen längere Touren nichts mehr im Weg. Vor allem weil die Batterieleistung fast um das 3-fache gestiegen ist. Damit aber nicht genug. Der besondere Clou an dem i-gotU GT-600 ist der Motion Sensor. Das heißt der Geotagger schaltet sich aus, sobald man sich nicht mehr bewegt. Natürlich schaltet er sich auch wieder ein sobald es weiter geht. Das spart richtig Power und das lästige Problem leerer Batterien, weil man vergessen hatte den Geotagger wieder auszuschalten gehören nun auch der Vergangenheit an.

Der SiRF Star III 65nm Chipsatz ist auch beim i-gotU GT-600 verbaut. Mit einem Kaltstart von 35s ist der Geotagger schnell wieder einsatzbereit. Diesen Wert konnte ich auch im Praxistest erreichen. Es kann aber auch mal etwas länger dauern, wenn es stärker bewölkt oder der Sichtkontakt zu den Satelliten nicht so gut ist. Auch eine schwächere Batterie kann diesen Wert etwas in die Höhe treiben. Aber diese Faktoren beeinflussen den Kaltstart bei jedem Geotagger. Daher auch nicht so wirklich überraschend.

Die Bedienung ist wie gewohnt einfach. Es gibt wieder eine Taste. Zum Einschalten wird die Taste 2 Sekunden gedrückt. Für die Betriebsbereitschaft gibt es zwei LEDs. Die blaue LED signalisiert, dass Daten aufgezeichnet werden und ein die rote LED, dass die Batterie leer ist. Blinkt die rote und die blaue LED gemeinsam, dann signalisiert der Tagger, dass die Batterien bald zu Ende gehen. In dem i-gotU GT-600 wurden aber die gleichen LEDs verbaut und damit besteht auch weiterhin das gleiche Problem, dass diese bei starkem Sonnenlicht schlecht zu sehen sind. Weiterhin hätte ich mir auch noch ein akustisches Signal gewünscht. Nicht immer hat man den Geotagger im Auge und es gibt ja nichts ärgerliches, als wenn man daheim bemerkt, dass man ein Loch in der Route hat, weil Wegepunkte fehlen.

Das gelungene Design wurde beibehalten und der i-gotU GT-600 ist auch weiterhin wasserdicht. Sehr praktisch, denn man kommt schnell mal in einen Regenschauer bzw man muss sich keine Gedanken machen, wenn das Gerät in den Matsch oder in eine Pfütze fällt. Auch auf Bootstouren braucht man sich keine Gedanken mehr machen. Das habe ich leider nicht testen können, weil ich kein Boot besitze und zum Tretboot fahren ist es im Moment einfach zu kalt 😉

Die Software A-Trip ist die gleiche wie bei dem i-gotU GT-120. Ich habe in dem Testbericht bereits ausführlich berichtet. Die  A-Trip Software wird laufend mit neuen nützlichen Funktionen erweitert.

Aktuell befindet sich die i-gotU Suite in der Version 3.1. Nicht nur, dass diese Version endlich jetzt auch auf Windows 7 mit 64bit problemlos läuft sind noch ein paar nützliche Features integriert worden.

So ist zum Beispiel der Sports Analyzer dazu gekommen:

Der intelligente GPS Logger i-gotU GT-600 im Praxistest

Das ist ein Kalender, bei dem man jeden Tag speichern kann, was man gemacht hat, wie viel Kalorien man verbrannt und wo man sicher herum getrieben hat. Sozusagen ein Tagebuch für die sportlichen Aktivitäten.

Die Where Am I Funktion zeigt die aktuelle Postion an, wo man sich gerade befindet. Diese Funktion macht allerdings nur sinn, wenn man auch sein Notebook dabei hat.

Vor der Ersten Benutzung empfehle ich den Geotagger erst einmal zu konfigurieren. Die Default-Einstellung ist so gewählt, dass sie die meisten Anwendungsbereiche abdeckt. Aber eben nicht alle und bei mir war zum Beispiel das Aufnahmeintervall der einzelnen Wegpunkte einfach zu hoch.

Für die Benutzung der Software gibt es auf der A-Trip Seite noch eine Menge Tutorial Videos, Demos und Anleitungen. Alles in Deutsch und wirklich sehr verständlich erklärt. Das finde ich auch sehr vorbildlich und habe ich in der Form noch nicht allzu oft gesehen. Da könnten sich manche Hersteller eine Scheibe davon abschneiden 🙂

i-gotU GT-600

Mein Fazit

Besonders gefallen hat mir:

  • Die geringe Größe von 46 x 41.5 x 14 Millimeter und das Leichtgewicht von 37 Gramm
  • Das Mac Design
  • Die einfache Bedienung
  • Wasserfest
  • Der Motion Sensor
  • Die gute Akkuleistung
  • Der schnelle Kaltstart von 35 Sekunden
  • Eine Menge Speicherplatz für 262.000 Trackingpunkten
  • Der attraktive Preis
  • Die Community und die Möglichkeit Trips auf die eigene Webseite einzubinden
  • a Trip Webseite in Deutsch
  • Ausführliche Dokumentation und Online Tutorial Videos
  • Eine riesige Communtity mit dem man seine Trips teilen kann wenn man will.

Was hat mir nicht so gefallen:

  • Die LEDs sind zu schwach und keine akustische Signale bei Verbindungsabbruch
  • Ein spezial USB Kabel. Das ließ sich wohl aber nicht vermeiden damit das Gerät wasserdicht ist.
  • Kann nicht als GPS Empfänger für Handys genutzt werden, da kein Bluetooth. Als Alternative gibt es das i-GotU GT-200.

Der i-gotU GT-600 legt noch einen drauf und viele Schwächen des GT-120 wurden verbessert. Das i-gotU GT-600 ist zwar ein paar Millimeter größer und 17 Gramm schwerer geworden, aber das fällt nicht so wirklich ins Gewicht. Dafür wird man mit einer längeren Akkulaufzeit und mehr Speicherplatz belohnt. Der Preis ist auch sehr attraktiv. In Deutschland werden die i-GotU Geräte auch unter den Namen Hama oder Winner vertrieben

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